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Galerie

Zur Zeit stellen wir den barsilianischen Maler und Bildhauer, Adelio Sarro, aus. Der Kunstkritiker Hans Richter beschreibt Sarro´S Bilder mit folgenden Worten: Beim Betrachten seiner Werke kommt der Gedanke: Der Kerl reibt seine Farben selber.
Die unerhörte Leuchtkraft der Farben, das betörende Van Eyck Blau erreicht Sarro durch das zum Grundprinzip erhobene Spiel der Transparenz;ihm gelingen durch Überlagerungen und zunehmend differenzierte Modellierung eine Dichte und Plastizität der Darstellung, wie sie einst die Alten Meister erzielten.

Das Licht durchdringt eine Vielzahl "geologischer Schichten" bis zum elfenbeinfarbigen Kreidegrund, der die Leuchtkraft und den Glanz der Farben aus der Tiefe verstärkt. Der Duktus ist kaum erkennbar; Sarro macht es sich nicht leicht, und oft scheint er seine Hindernisse selbst zu schaffen. Wie Marc Chagall immer wieder die Figuren des "Schtetl" auferstehen lies, fand auch Sarro das Personal seiner Bilder in den Leuten der Nachbarschaft. Aber anders als Chagall lebt Sarro immer noch inmitten seiner Großfamilie in einem Viertel der "kleinen Leute" in Sao Paulo.

Obwohl er bekannt geworden ist, so ist er doch dem Milieu stehts treu geblieben. Wahrscheinlich wirken seine Figuren, die Indiofrauen, Mulatten, Landarbeiter, die Mütter mit Ihren Kindern, Tagelöhner und Tagediebe so anrührend. Die kräftigen Hände und grossen, blossen Füsse zeugen vom harten Lebenskampf, den sie täglich bestehen müssen; distanziert, fast mistrauisch schauen sie auf ihre Betrachter.
Oft scheinen diese Blicke zu fragen, wer der Eindringling sei, der sich da Zutritt erschleicht. Tageszeit und Hintergrund bleiben bei Sarro absichtlich undefiniert; im Mittelpunkt stehen nur die Menschen. Durch diese konsequente Reduktion, diese kalkulierte Knappheit, gewinnen die Bilder an Atmosphäre des gleichzeitig Überwirklichen und Unwirklichen, und über allem hängt eine leichte Melancholie. Dabei ist immer die grosse Liebe zu den Modellen Sarros spührbar.

Bei ihm herrscht nicht die versteckte Selbstgefälligkeit des grossen Künstlers, sondern eher die beängstigende und geängstigte Geste des Unhelden, der seine Freunde an den Leiden und Freuden dieses schwierigen Daseins teilhaben lässt. Sarro drückt, wenn er seine plastischen Arbeiten vorstellt, den Wunsch aus, dass sie uns gefallen. Wenn Sie Ihnen gefallen, scheuen Sie sich nicht, mit uns in Verbindung zu treten, wir vermitteln den Kauf für Sie gerne.

Events:
24.03.2002 ab 11 Uhr: Finissage der Sarro Ausstellung.
Der Künstler wird anwesend sein, sein neues Buch vorstellen und signieren.

28.03.2002 ab 20 Uhr: Vernissage der Ausstellung von Mara Weiss.

20.04.2002 ab 20 Uhr: Vernissage der Ausstellung von Renato Oggier. Auf Ihr Kommen würden wir uns freuen!